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Zeit für einen Bankwechsel: Wer noch Kontoauszüge abheftet, fährt auch mit der Kutsche zur Arbeit

Schon die Post von heute aufgemacht? Vielleicht hast du wieder die Kontoauszüge von deiner Bank bekommen. Den Brief erkennst du sofort. Das ist der, der gleich platzt, weil er bis zum Rand vollgestopft ist. Meistens bekommst du sogar zwei Briefe, weil der Papierstapel sonst nur in ein DHL-Päckchen gepasst hätte. 30 Seiten voller Umsätze in Schriftgröße 3,5… Selbst über eine Mahnung hättest du dich mehr gefreut. 🙂

Kontoauszüge abheften ist eine Gewohnheit


Das ist Rauchen auch.

Aber nur weil es schon immer so war, musst du nicht so weiter machen.

Dich nervt das ganze Papier. Dich nervt, dass du die Kontoauszüge abheften musst. Und einen besseren Überblick über dein Konto hast du dadurch auch nicht.

Kontoauszüge abheften… Das ist so als ob du mit einer Kutsche auf die Autobahn willst.

Du schickst Whatsapp-Nachrichten durch die ganze Welt. Hast eine Playlist mit 800 Songs. Schaust Clips auf Snapchat und buchst deinen Urlaub samt Mietwagen übers Internet.

Warum akzeptierst du es, dass deine Bank mit dir wir in der Steinzeit umgeht und dich jeden Monat mit Papier vollmüllt?

Nur weil es schon immer so war?

Zeiten ändern sich, Banken nicht. Daran hast du dich gewöhnt. Aber es wird Zeit mit dieser Gewohnheit zu brechen.

Wenn der Spaß wenigstens kostenlos wäre


Gehst du nicht zum Kontoauszugsdrucker und stellst dich zehn Minuten in die Schlange, schickt dir deine Bank die Kontoauszüge per Post zu.

Den Versand dafür darfst du zahlen. Toller Service oder?

Von dir aus könnte deine Bank die Kontoauszüge auch behalten.

Deinem Berater hast du schon tausend Mal gesagt, dass du die Kontoauszüge nicht haben willst und trotzdem liegt immer wieder eine kleine Überraschung im Briefkasten.

Auch in deinem Online-Banking hast du versucht den Versand der Papierberge auszuschalten. Das einzige was du gefunden hast war, wie man einen Ratenkredit abschließt. Danach hast du es aufgegeben!

Merkwürdig, dass du bei deiner Bank immer genau die Sachen zuerst findest, mit der sie am meisten Geld verdient. 🙂

Eigentlich möchte deine Bank dir gar keine Kontoauszüge schicken


Ein Gesetz zwingt sie dazu dir zu sagen, was auf deinem Konto passiert.

Wie sie das macht, kann sie sich aussuchen. Es muss kein Kontoauszug per Brief oder am Kontoauszugsdrucker sein.

Deine Bank könnte dich z.B. auch einfach Online per PDF über deine Kontoumsätze informieren.

Aber für manche Banken ist dieses Internet noch etwas Neues.

Ob sich das Internet überhaupt durchsetzen wird? Da sind sich die Banker noch nicht einig. Lieber kein Risiko eingehen und die Kontoauszüge per Post schicken.

Sei froh, dass du das Fenster nicht für die Brieftauben offen lasst musst. 🙂

Gibst du gerne Geld für Dinge aus, die du eigentlich gar nicht willst?


Wahrscheinlich nicht.

Aber warum machst du es dann? Wegen den paar Cent für die Kontoauszüge willst du dich nicht aufregen?

Ich verrate dir etwas:

Banken leben von so einer Einstellung sehr gut.

Und es sind nicht allein nur die Kosten für die Kontoauszüge, die du zahlst.

Blätterst du aus Langeweile doch mal durch deine 30 Seiten Kontoauszüge, entdeckst du wie aus Zufall immer zuerst die Kontoführungsgebühren.

7,80 Euro für ein normales Konto? Puh.

Du wolltest nur ein Konto haben und nicht gleich die ganze Bank kaufen. Für den Preis kriegst du locker einen Moccachino mit Double Caramel Shot.

Einmal mehr fragst du dich, warum du dir das eigentlich antust


Es gibt so viele andere Banken, die kostenlos sind.

Du hast sie schon in der Werbung gesehen. Selbst von Freunden hörst du immer wieder, dass sie ihr Konto gewechselt haben.

Spätestens wenn du die Wohnungstür aufmachst und dir ein Berg an Kontoauszügen entgegenkommt, solltest auch du die Notbremse ziehen und über einen Kontowechsel nachdenken.

Aber ist der Aufwand nicht zu groß zum Wechseln?

Dann musst du deine ganzen Überweisungen durchgehen und herausfinden, wen du alles über dein neues Konto informieren musst. Das dauert ja noch länger als die Kontoauszüge abzuheften.

Ja es kostet etwas Zeit und Mühe.

Von der Kutsche bis zum Auto hat es auch Zeit und Mühe gekostet. Und trotzdem siehst du heute keinen mehr mit dem Pferd zur Arbeit reiten.

Also warum machst du es dann mit deinem Konto nicht genauso?

Lass dir beim Kontowechsel helfen


Ein Kontowechsel ist keine Zauberei und geht ganz einfach. 

Es muss sogar einfach gehen, denn auch hier gibt es ein Gesetz, dass die Banken dazu verdonnert, dir beim Kontowechsel zu helfen.

Kannst du dich noch an die Zeiten erinnern, als du deinen Bankberater angerufen und ihn mit Kontowechsel gedroht hast? Hat er bei dir auch immer so getan, als ob der Empfang weg wäre? Auch ich habe mich immer gewundert, wie er mit seinem Schreibtisch in den Tunnel fahren kann. 🙂

Diese Zeiten sind vorbei.

Deine Bank muss dir beim Kontowechsel helfen.

Jetzt kannst du dir eine Bank suchen, die dir die Kontoauszüge nicht mehr per Postkutsche zustellt oder bei der du dich in zehn Meter lange Schlangen am Kontoauszugsdrucker stellen musst.

Für einen Kontowechsel musst du kein Profi sein


Bei vielen Banken kannst du den Kontowechsel ganz einfach online oder sogar per App erledigen.

Alles was du brauchst, ist ein neues Girokonto bei einer anderen Bank. Ein paar Empfehlungen findest du weiter unten im Text.

Hast du ein neues Girokonto eröffnet, loggst du dich in das Online-Banking deiner Bank ein und startest den Kontowechselservice.

Solltest du den Kontowechselservice nicht von allein finden, gibst du einfach auf der Website der Bank in der Suchleiste „Kontowechselservice“ ein.

Hast du den Kontowechselservice gestartet, prüft deine neue Bank die Umsätze vom alten Konto und listet dir auf, wer alles über dein neues Konto Bescheid wissen muss.

Mit einem Klick informierst du die Leute, die von deinem Konto abbuchen ganz einfach per E-Mail über dein neues Konto. Das dauert keine fünf Minuten und geht ganz ohne Papier.

Online-Banken fangen da an, wo Filialbanken aufhören


Das hört sich alles gut und sehr einfach an? Aber selbst wenn du bereit wärst dein Konto zu wechseln… zu welcher Bank sollst du wechseln?

Online-Banken wie DKB*, ING-DiBa*, comdirect* oder N26* (Hier habe ich mein Konto und bin sehr zufrieden!) bieten dir einen bequemen Kontowechselservice. Die Girokonten sind bei allen sogar kostenlos.

Ohne 200 Meter-Turm in der Innenstadt und Silberbesteck in der Kantine haben Online-Banken viel weniger Kosten als Filial-Banken und können ihr Girokonto günstiger anbieten.

Das Wichtigste aber ist: Eine Online-Bank schickt dir die Kontoauszüge nicht per Post. Du bekommst sie als PDF.

Es gibt auch mutige Banken, die an die Zukunft des Internets glauben. 🙂

Auch als PDF hast du keine Lust Kontoauszüge zu lesen?

Bei deiner neuen Bank kannst du die Kontoauszüge ganz einfach in deinem Online-Postfach liegen lassen. Kein Abheften. Kein Papiermüll. Und du weißt immer wo du sie findest, wenn du sie mal brauchst.

Du zweifelst noch immer, ob du dein Konto tatsächlich wechseln sollst


Die Vorteile von einem Konto bei einer Online-Bank haben dich überzeugt. Aber irgendwas hält dich noch davon ab, dein Konto zu wechseln.

Du weißt selber nicht so genau, was das Problem ist.

Du bist es gewohnt, dass du dein Konto schon immer bei deiner Bank hattest. Du denkst, du bist gut bei ihr aufgehoben.

Waren deine Eltern vielleicht beim selben Berater? Und auch die Nachbarn waren immer zufrieden mit ihm?

Das hilft dir nur alles nichts, denn du zahlst trotzdem Kontoführungsgebühren und kriegst eine Tonne Papier im Monat zugeschickt.

Selbst als du in eine andere Stadt gezogen bist, hast du dein Konto aus falscher Verbundenheit nicht gewechselt.

Mach einen Schlussstrich


Du hast ein schlechtes Gewissen dir selbst gegenüber, weil du Kontoführungsgebühren bezahlst obwohl du weißt, dass es Banken gibt, die ein kostenlsoes Girokonto anbieten. Du nimmst dir nur nicht die Zeit das zu ändern.

Es ist aber ganz einfach und braucht auch nicht viel Zeit!

Mach es anders als deine alte Bank und glaube an die Zukunft des Internets. 🙂

Wechsel zu einer Online-Bank wie DKB*, ING-DiBa*, comdirect* oder N26* (Meine Empfehlung!) und probiere aus wie schön das Leben ohne Kontoauszüge sein kann.

Was kann schon passieren?

Selbst wenn du nicht zufrieden bist, kannst du jederzeit zu deiner alten Bank zurück. Ich bin sicher, sie wird auch dann noch da sein. Aber genauso sicher bin ich, dass du nicht mehr zurück willst. 🙂

Noch ein Bonus-Tipp für dich: Die Kontoführungsgebühren, die du durch deinen Kontowechsel sparst, solltest du investieren um dir einen lang ersehnten Traum im Leben zu erfüllen.

Was denkst du?


Heftest du noch Kontoauszüge ab? Oder bist du schon auf dieses neumodische Internet umgestiegen und lädst deine Kontoauszüge als PDF herunter? 🙂

Lass dir nichts erzählen!
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14 Kommentare
  • rob
    24 März, 2017

    Ist der Beitrag nicht etwas stark einseitig? Meine Sparkasse, eine Filialbank, schickt mir meine Kontoauszüge vierteljährlich ins OnlineBanking und ich muss die .pdf nicht mal öffnen. Das Konto kostet übrigens keine 7,80 und die elektronische Zustellung ist kein Aufpreis. Ich denke nicht, dass sich Filialbanken hinter den von dir beworbenen Banken verstecken müssen (auch beim Thema Innovationen).

    • Bankenmärchen
      24 März, 2017

      Ah sorry… stimmt… du hast recht. Oh man… Mein Fehler! … sind 7,90 Euro fürs Konto! 😉

    • DerMoosmann
      3 April, 2017

      Also meine Erfahrung ist, dass sich Filialbanken bei ihren Online-Konten sehr wohl (noch) hinter Direktbanken verstecken müssen.
      Ich kenne beide Varianten: Direktbank und Filialbank.
      Die Filialbank mit einem Konto für das Online-Banking.
      Alle über einen Kamm scheren ist nicht so meins, doch bei dem Online-Banking Konto der Filialbank habe ich das Gefühl, dass die Bank in Zeiten von Windows 2000 stehen geblieben ist.
      Gut, die Kontoauszüge landen im Postfach.
      Dafür jedoch 7,90 zahlen? Weiß nicht!
      Wäre das mein Konto, würde ich längst wechseln. Ich habe lediglich einen Zugriff aus verwaltungstechnischen Gründen.

  • freaky finance
    24 März, 2017

    Moin!
    Danke für diesen Artikel! Ist zwar schade, dass es den überhaupt braucht aber gleich der erste Kommentar zeigt ja warum…
    Ich bin seit über 10 Jahren Direktbankkunde. Es hat mein Leben lebenswerter gemacht. Ich habe sogar Konten, bei denen ICH monatlich Geld von der Bank bekomme, dafür dass ich bei denen ein Konto habe!
    Ich bin außerdem extrem stolz darauf, noch nie Sparkassenkunde gewesen zu sein 🙂

  • denkfabrik
    25 März, 2017

    Das mit den Kontoauszügen kenne ich. Ein graus. Seitdem ich eine Buchhaltung führen muss, ist es ein notwendiges übel. Meine Hausbank bietet mir allerdings die Auszüge online an, das Konto selbst liegt unter dem Betrag.
    Ich finde es gelungen, wie du den Bankenwechsel beschreibst. Es ist kein Aufwand, sondern wird schon erheblich erleichtert. Was Innovationen betrifft… Ich halte es wie Levi bei den Ölprod. Innovationen kommen von extern.

    Lg
    Johannes

  • Vermögensanleger
    25 März, 2017

    Hallo Bankenmärchen,

    in meinem Finanzsetup sind zwei Girokonten vorgesehen. Mit dem zweiten bin ich bereits seit vielen Jahren bei einer Direktbank. Die Tagesgeldkonten liegen ebenfalls bei günstigen Online-Anbietern. Um mit meinem Gehaltskonto zu wechseln, fehlen mir derzeit tatsächlich noch die Eier. Das liegt weniger am Aufwand als am fehlenden Vertrauen, dass für mich wichtige Geldeingänge reibungslos übertragen werden. Insbesondere meinem Dienstherrn traue ich anhand von Vergangenheitserfahrungen nicht zu, mein Gehalt bereits nach nur einer Mitteilung auf ein neues Konto zu überweisen. Behörden halt. Ich hoffe, dass die kommende Gebührenerhöhung das Faß zum überlaufen bringt…

    Schöne Grüße
    Marco

  • BadBanker
    26 März, 2017

    Natürlich hefte ich meine Kontoauszüge noch ab.

    Beim Abheften trage ich die Umsätze separat in ein Haushaltsbuch ein. Das Geld wird dadurch sozusagen zweimal ausgegeben (und eingenommen :-)). Eine enstprechende Visualisierung ist grundsätzlich auch bei der Bank selbst möglich – letzendlich scheitert ein solches Modell aber an der fehlenden Aggregation von Umsätzen, die nicht in dieser Bank getätigt wurden, z.B. da woanders weitere Konten vorhanden sind.

    Eine Direktbank hat keine Schließfacher.
    Benötigt die Hausbank Unterlagen von mir, gebe ich sie einfach dort ab. benötigt die Direktbank Unterlagen von mir, enstehen Zusatzkosten durch Porto etc..
    Direktbanken haben Mitarbeiter sonstwo sitzen, die Hausbank zwar auch, aber eben auch vor Ort. Und diese (Vor-Ort-Steuerzahler) haben Bedürfnisse, die der Kunde mit seinem Geschäft vielleicht ja befriedigen kann.
    Ansonsten braucht man sich nicht zu wundern, dass die Innenstädte immer weiter veröden…

    Banken sind im übrigen keine Behörden, nehmen also keine Gebühren. Banken haben Preise.

    • Bankenmärchen
      26 März, 2017

      Wow… cool, dass du die Zeit für deinen Kommentar gefunden hast, obwohl du so fleißig Kontoauszüge abheftest! 😉 Ach Mist… ich wusste, dass ich was vergessen habe. Jetzt hat es die Schließfächer erwischt 🙁 Sollte man auf jeden Fall haben… da sind die alten Kontoauszüge sicher! 😀

  • nw
    5 Mai, 2017

    Also meine Online-Bank schickt mir keine Kontoauszüge. Sie liegen bei der ING DiBa in Online-Postfach und gut ist. Wüsste gar nicht, was ich mit dem ganzen Papierkram soll.

    Für die Steuererklärung kommt einmal im Jahr ein Dreiseiter 4 Free – und das wars.

    • Sascha
      6 Mai, 2017

      Dann bist du up to date und kannst dich über die anderen Kutschen auf der Straße freuen! 😉

  • genughaben
    10 August, 2017

    Hi Sascha, hallo Leute,

    bin auch Direktbankkunde. Da ich habe meine Statistiken eh gerne anschaue und auch die Ausgaben in Excel-überführe, was bei der comdirect leicht per Klick möglich ist, lade ich mir auch die Finanzberichte (so heißen die Auszüge bei der comdirect Bank) monatlich auf meinen Rechner in einen passenden Ordner und fertig. Papierkrieg ist in meinen Augen sowieso nahezu in allen Lebensbereichen überschätzt. Das wenige an Post, was ich bekomme geht direkt unter den Overhead-Scanner und dann in den Müll: macht auch den Umzug leichter und entspannt beim Suchen nach Dokumenten (durchsuchbare PDFs!).

    Gruß Frank

  • Mathias Müller
    10 Oktober, 2017

    Hallo Zusammen,

    obwohl der Autor meiner Meinung nach Recht hat, ist es finde ich (wie so oft im Leben) Zwei Seiten der Medaille :

    Eine bsw. Sparkasse hat ebenso seine Berechtigung für diejenige welche ż. B. Beratung und Service Vor Ort benötigen. Klar das kostet Geld und Gebühren und ist auch richtig so… ich lasse mich jedenfalls auch nicht im Stich lassen Fachmarkt beraten und kaufen es dann im Internet (mittlerweile ein Problem in unserer Gesellschaft).

    Da ich weder Beratung noch Vor Ort Service benötige, möchte ich bin ich selbst auch bei einer Direktbank (Consors) und und sehr zufrieden, Nachbarin Oma Erna bei der hiesigen Sparkasse auch von daher alles gut 🙂

    • Mathias Müller
      10 Oktober, 2017

      PS :Scheiß Autokorrektur am Handy, aber hoffe man kann es trotzdem entziffern und :p

      • Sascha
        10 Oktober, 2017

        Ich glaube die Botschaft ist rübergekommen 🙂 … Klar, es gibt solche und solche Menschen. Der eine braucht Beratung und Kutschen, der Andere fährt mit dem Bus zur Arbeit und ist bei einer Direktbank. 😀

        Beratung in der Bankenwelt ist wichtig – sofern sie ehrlich ist. Und eine ehrliche Bankberatung ist doch irgendwie ein Märchen 🙂

    Was denkst du?

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