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Tatort Geldautomat: Was du bei einem Kreditkartenbetrug tun musst, damit du dein Geld zurückbekommst

Diesen Monat glüht deine Kreditkarte. Aber nicht du warst es, der fleißig eingekauft hat. Und auch deine Frau hat keine neuen Schuhe bekommen. Bei einem Kreditkartenbetrug gönnt sich nur einer etwas: der Dieb, der mit deiner Kreditkarte eingekauft hat und sich jetzt über seinen neuen Breitbildfernseher freut. Du fragst dich, warum das genau dir passiert? Vlt. ist es ja auch nicht der erste Kreditkartenbetrug für dich und du machst das bereits das zweite oder dritte Mal durch. Wenn du häufiger reist, ist das nichts ungewöhnliches.

Ein ordentlicher Kreditkartenbetrug gehört bei Geschäftsreisenden zum guten Ton: „Na letzte Woche auch wieder in Singapur gewesen?“ … „Klar! Und danach direkt ne neue Kreditkarte von der Bank bekommen“… „Standard!“. So oder so ähnlich laufen die Dialoge in den Businesslogen der Flughäfen ab.

Die wichtigste Frage bei einem Kreditkartenbetrug: Kriegst du dein Geld wieder?

Stellst du merkwürdige Umsätze auf deinem Kreditkartenkonto fest, schießen dir sofort unzählige Fragen in den Kopf: Wo hat der Betrüger überall mit deiner Kreditkarte eingekauft? Kann dir deine Bank helfen? Wo sperrst du deine Kreditkarte?

Und die wichtigste aller Fragen: Kriegst du dein Geld wieder?

Bist du einem Kreditkartenbetrug zum Opfer gefallen, wird die Bank genau prüfen, ob du wirklich alles dafür getan hast, dass deine Kreditkartendaten nicht gestohlen werden konnten. Besteht auch nur der geringste Zweifel an deiner Glaubwürdigkeit, wirst du keinen Cent von der Bank zurückbekommen.

Ungerecht? Natürlich! Wir reden über Banken, schon vergessen? Aber ich zeige dir, was du beachten musst, damit du dein ganzes Geld wieder zurückbekommst.

Die Ursachen vom Kreditkartenbetrug sind unmöglich herauszufinden

Du möchtest wissen, wie der Betrüger an deine Kreditkartendaten gekommen ist? Du findest ihn und dann wirst du ihn seiner gerechten Strafe zuführen?

Kreditkartenbetrüger sind schlau und der Polizei technisch um Lichtjahre voraus. Während man bei der Kripo noch versucht sich mit der Schreibmaschine ins Internet einzuwählen, hat der moderne Betrüger bereits 10 weitere Kreditkarten im Internet erbeutet.

Herauszufinden wo deine Kreditkartendaten gestohlen wurden ist unmöglich. Und selbst wenn du es wüsstest, wäre es schwierig den Banditen zum Dorfsheriff zu zerren. Solche Leute leben in Karibikstaaten ohne Auslieferungsabkommen und verprassen dein Geld am Strand.

Verschwende deine Energie nicht für Rache. Wichtiger ist es, dass dir deine Kreditkartendaten nicht nochmal gestohlen werden. Das Gute ist, du kannst dich gegen den nächsten Kreditkartenbetrug schützen.

Die größte Falle von Kreditkartenbetrügern sind Phishing-Mails

Du kennst diese E-Mails. Deine „Bank“ schreibt dir, dass du deine Kreditkartendaten noch einmal Online zur Überprüfung eingeben sollst. Bei Wartungsarbeiten sind sie verloren gegangen oder so ähnlich. 😀

Klickst du den Link in der E-Mail, landest du auf einer Seite, die aussieht, wie die deiner Bank. Nur ist es nicht deine Bank. Gibst du deine Kreditkartendaten ein, werden 5 Min. später die Lager der Online-Händler mit deiner Kreditkarte leergekauft.

Sei skeptisch! Keine Bank wird deine Kreditkartendaten jemals zur Überprüfung abfragen. Man traut den Banken viel zu… eine Kreditkartennummer hat aber noch keine verloren.

Auch Sonderangebote per E-Mail solltest du meiden

Endlich! Die Marken-Sneaker, die du schon seit Wochen suchst, sind heute 50% reduziert. So zumindest verspricht es die E-Mail, die du von einem unbekannten Absender bekommen hast.

Leider ist hier der Einzige, der ein Schnäppchen macht, der Betrüger.

Klickst du auf den Link in der E-Mail, gelangst du in einen Online-Shop bei dem du deine Wunsch-Sneaker natürlich nur mit Kreditkarte zahlen kannst. Deine bestellten Schuhe wirst du nie in den Händen halten. Dafür häufen sich die merkwürdigen Abbuchungen auf deiner Kreditkarte.

Bei Markenprodukten solltest du auf die großen Online-Händler vertrauen. Schnäppchen bei kleinen Online-Shops könnten nur zu Frust statt neuen Schuhen führen.

Fährst du häufiger nach Südamerika oder Asien, solltest du beim Geldabheben aufmerksam sein

Kreditkartenbetrüger manipulieren in Urlaubsländern – häufig Südamerika oder Asien – Geldautomaten um deine Kreditkartendaten zu stehlen.

Kommt dir beim Geldabheben an dem Automaten irgendetwas komisch vor, solltest du dir lieber einen anderen Geldautomaten suchen. Wenn du bereits Geld abgehoben und danach ein schlechtes Gefühl hast, rufst du deine Bank an und lässt deine Kreditkarte direkt sperren.

Leider ist der Diebstahl deiner Kreditkartendaten nicht der einzige Trick, der dich beim Geldabheben im Ausland Geld kostet.

Wenn du einem Kreditkartenbetrug zum Opfer gefallen bist, solltest du deine Kreditkarte schnell sperren

Trotz aller Vorsicht kann jeder Opfer eines Kreditkartenbetruges werden. Bemerkst du merkwürdige Umsätze auf deinem Konto – und ich meine nicht den Einkauf deiner Frau – solltest du deine Kreditkarte sofort sperren.

Wichtig ist, bei einem Kreditkartenbetrug die Nerven zu bewahren. Es hilft nicht, wenn du den Bank-Azubi in seiner ersten Woche zusammenschreist. Der weiß noch weniger was zu tun ist, als du. 🙂

Um deine Kreditkarte schnell zu sperren, hast du zwei Möglichkeiten:

  • Ruf den Kundenservice deiner Bank direkt an und sperre deine Kreditkarte
  • Ruf die zentrale Sperrhotline unter 116 116 an

Bist du im Ausland, vergiss bei beiden Nummern nicht „+49“ vorzuwählen.

Der Kundenservice deiner Bank ist bei der Sperrung der Kreditkarte am schnellsten. Rufst du die zentrale Sperrhotline an, wird der Kreditkartenbetrug an deine Bank weitergeleitet.

Hast du deine Kreditkarte gesperrt, willst du als Nächstes dein Geld wieder haben

Mit der Sperrung deiner Kreditkarte hast du das Wichtigste erledigt. Der Betrüger kann nicht mehr einkaufen und du erhälst von deiner Bank automatisch eine neue Kreditkarte.

Trotzdem hat der Betrüger bereits dein Geld ausgegeben und sich Breitbildfernseher und Kayak auf die Malediven schicken lassen. Klar, dass du ihm das nicht gönnst und das Geld dafür zurück haben willst.

Um dein Geld zurück zu bekommen, musst du deiner Bank sagen, welche Umsätze deiner Kreditkarte nicht von dir sind. Das machst du über ein Umsatzreklamationsformular. Das Formular findest du auf der Internetseite deiner Bank.

Und ja, das ist noch immer bei den meisten Banken ein klassisches Papierformular, dass du dann per Brieftaube an die Bank schicken kannst. Ich habe gehört, einige Banken sollen mittlerweile auf Fax umgestellt haben. Aber hinter vorgehaltener Hand munkelt man, dass sich das nicht durchsetzen wird. Man vertraut lieber auf die Brieftaube. 🙂

Den Kreditkartenbetrug solltest du noch bei der Polizei anzeigen. Viele Banken bestehen auf eine Kopie der Anzeige, wenn du das Umsatzreklamationsformular per Brieftaube losschickst.

Lass dir für die Umsatzreklamation nicht zu viel Zeit

Die Banken haben nur eine bestimmte Frist, in der sie das Geld für die Einkäufe des Kreditkartenbetrügers zurückholen können. Ist diese Frist überschritten, kriegt die Bank das Geld nicht mehr zurück und du darfst deine Kohle dann in der Schlammschlacht mit der Bank vor Gericht wieder holen.

Und vor Gericht haben die meisten Banken viel Erfahrungen sammeln können. Lass es also lieber nicht darauf ankommen.

Auf dem Umsatzreklamationsformular musst du verschiedene Angaben machen. Wie kam es zum Diebstahl? Wo und wann ist es passiert? Welche Umsätze sind betroffen? usw.

Sei bei deinen Antworten ehrlich. Schreibe einfach und klar. Es darf nicht so wirken, als ob du dir die Antworten ausgedacht hättest. Vermeide Widersprüche in deinen Sätzen. Sag, dass du auf die Sicherheit deiner Kreditkarte immer geachtet hast. Du hast z.B. nicht die PIN auf die Rückseite deiner Kreditkarte geschrieben oder auf dubiosen Internetseiten geshoppt.

Hat die Bank die Vermutung, dass du nicht richtig auf deine Kreditkarte aufgepasst hast, wird sie dir das Geld nicht erstatten.

Die Kreditkartenbetrug Emergency-Checkliste:

  • Ruf den Kundenservice deiner Bank an und sperre deine Kreditkarte (alternativ rufst du die zentrale Sperrhotline unter 116 116 an)
  • Vergiss aus dem Ausland nicht die „+49“ vorzuwählen
  • Zeige den Kreditkartenbetrug bei der Polizei an
  • Um dein Geld wiederzubekommen musst du deiner Bank mit einem Umsatzreklamationsformular sagen, welche Umsätze nicht von dir sind. Achte auf eine klare, widerspruchsfreie Beschreibung

Und jetzt du…

Bist du bereits einem Kreditkartenbetrug zum Opfer gefallen? Vielleicht sogar auch schon mehr als einmal? Oder suchst du vlt. Verbündete um so einem Kreditkartenbetrüger seiner gerechten Strafe zuzuführen? Sag was du denkst…

Lass dir nichts erzählen!
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