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Warum du dein Konto überziehen solltest, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben

Es ist wieder passiert. Noch eine Woche bis Monatsende und das Geld ist schon alle. Jetzt bleibt dir nur noch eines übrig um nicht jeden Tag Reis und Nudeln essen zu müssen: das Konto überziehen. Du packst es einfach nicht mit deinem Geld auszukommen, bevor der Monat rum ist. Neue Klamotten, Partys und regelmäßiges Essengehen hinterlassen ihre grausamen Spuren auf dem Konto. Und so rettet dich jedes Mal wieder das Konto überziehen vorm verhungern. Aber ist das wirklich so schlimm? Ich zeige dir, warum du dich für ein Minus auf dem Konto nicht schämen musst. Im Gegenteil: Das Konto überziehen ist viel nützlicher als du denkst…

Was beim Konto überziehen passiert


Um den Rest des Monats doch nicht nur Reis und Nudeln mit Ketchup essen zu müssen, überziehst du dein Konto. Das Ergebnis sind rote Zahlen auf deinem Kontoauszug. Na und? Ist der Kontostand halt rot, statt grün.

Aber was heißt das Minus auf deinem Konto eigentlich? Ändert sich da noch etwas außer der Farbe?

Zunächst einmal bedeutet ein roter Kontostand folgendes:

Du hast kein Geld mehr.

Und kein Geld mehr auf dem Konto zu haben bedeutet, dass du dein Konto überzogen hast. Einfach oder? 🙂

Deine Bank sieht das aber noch etwas anders. Für sie gibt es zwei Arten beim Konto überziehen:

  1. Du nutzt einen Dispo (Dispositionskredit)
  2. Du hast keinen Dispo

Die erste Variante mag die Bank, die zweite nicht. Warum das so ist, erfährst du gleich…

Konto überziehen mit Dispo mag die Bank


Kannst du dich noch daran erinnern, wie deine Bank dich vor Jahren gedrängelt hat, endlich mal einen Dispo auf deinem Konto einzurichten? Damals hattest du ihn noch gar nicht gebraucht aber deine Bank hat einfach nicht locker gelassen.

Warum wollte dir deine Bank unbedingt einen Dispokredit andrehen? Und was ist ein Dispo eigentlich?

Anders als bei einer Kreditkarte und der Börse, ist der Dispo ganz einfach zu erklären…

Ein Dispokredit ist Geld, was du eigentlich gar nicht hast. Es ist ein Kredit. Deine Bank gibt ihn dir jeden Monat aufs Neue zum Ausgeben.

Ja richtig gehört… die Bank gibt dir Geld zum Ausgeben. Das Dumme ist nur, dass sie das Geld wieder haben will. Und es kostet Zinsen, wenn du dieses Geld der Bank nutzt.

Banken mögen es, wenn du einen Dispokredit hast.

Hast du einen Dispokredit bei der Bank, kannst du mehr Geld ausgeben, als du eigentlich hast. Und dafür bekommt deine Bank Zinsen.

Die Bank liebt es mit dem Dispo Geld zu verdienen. Das macht den durchgestylten Bankberater glücklich… kann er sich jetzt doch noch mehr Haargel kaufen und kommt der Rolex wieder ein Stück näher. 🙂

Konto überziehen ohne Dispo hasst die Bank


Aber du kannst dein Konto auch ohne Dispo überziehen. Das wiederum, mag deine Bank überhaupt nicht.

Überziehst du dein Konto ohne Dispokredit, ist das eine böse Überraschung für deine Bank.

Ohne Dispo rechnet deine Bank nicht damit, dass du dein Konto überziehst. Machst du es doch, wird der Banker skeptisch. Er hat Angst, dass du das geliehene Geld ausgibst und nie wieder zurückzahlen wirst.

Und wenn der Banker Geld verleiht, was er nicht wiederbekommt, wovon soll er sich dann Haargel kaufen? 🙂

Konto überziehen kostet Zinsen


In der Bankenwelt ist alles eine Frage des Preises (Beispiel siehe Überweisung zurückziehen)… Und den zahlst meistens du. 🙂

Konto überziehen bei deiner Bank zählt zu den Dingen, die einen besonders hohen Preis haben.

Aber was ist am Konto überziehen eigentlich so teuer?

Das Konto überziehen kostet Zinsen, die du der Bank schuldest. Dafür, dass die Bank dir Geld leiht, möchte sie schließlich auch etwas wiederhaben.

Fürs Konto überziehen zahlst du folgende Zinsen:

  • Hast du einen Dispokredit, zahlst du sechs bis 15 Prozent Zinsen (je nach Bank sind die Dispozinsen unterschiedlich – weiter unten im Artikel habe ich dir vier gute Banken mit niedrigen Dispozins herausgesucht. Meine Empfehlung: N26*)
  • Hast du keinen Dispokredit, zahlst du nochmal fünf Prozent Zinsen mehr

Hast du keinen Dispo und überziehst dein Konto, verlangt die Bank dafür mehr Zinsen. Ohne Dispo weiß die Bank nicht, dass du dein Konto überziehen wirst. Machst du es trotzdem, nimmt die Bank an, dass du gerade Schwierigkeiten mit deinem Geld hast.

Und wenn du Geldprobleme hast, ist das Risiko für deine Bank größer, dass du ihr das Geld nicht mehr zurückzahlen kannst. Um dieses Risiko auszugleichen, verlangt die Bank nochmal mehr Zinsen als bei einem Dispokredit.

Wir merken uns:

Beim Konto überziehen ist es immer besser einen Dispokredit zu haben.

Der Dispokredit ist teuer, weil deine Bank keine Glaskugel hat


Wahrscheinlich fragst du dich gerade folgendes:

Warum zur Hölle zahle ich 15 Prozent Zinsen, wenn ich der Bank mal ein paar Euro schulde und sie zahlt mir 0,1243% Zinsen, wenn ich mein Geld bei ihr anlege?

Das hat folgende Gründe:

  1. Nutzt du deinen Dispokredit, hast du Geld ausgegeben, dass du nicht hast. Woher soll die Bank wissen, dass sie ihr geliehenes Geld wieder bekommt? Nur weil du so ein sympathisches Lächeln hast? Das funktioniert vielleicht im Club an der Theke mit der Barkeeperin aber nicht am Bankschalter. 😉 Da deine Bank also nicht sicher sein kann, ob sie ihr Geld jemals wiedersieht, lässt sie sich diesen „Service“ mit hohen Zinsen bezahlen. Die Erinnerungen der Banken an die Finanzkrise sind da noch viel zu frisch.
  2. Banken wollen Geld verdienen. Große Überraschung oder? Ich verrate dir ein Geheimnis: Ein Dispokredit ist für deine Bank eine absolute Goldgrube. Banken leihen sich Geld für super geringe Zinsen bei der Zentralbank und verleihen es über den Dispo teuer weiter an dich.

Warum du dein Konto überziehen solltest


Ich verrate dir jetzt meine persönlichen Geheimtipp, nach dem ich schon seit Jahren lebe:

Überziehe dein Konto jeden Monat.

Du denkst, ich bin nicht ganz dicht oder? Kann sein… Kann sogar sehr gut sein! 🙂 Jetzt habe ich dir schließlich lang und breit erklärt, warum Konto überziehen teuer ist und nun sollst du es selbst machen?

Aber es gibt einen unschlagbar guten Grund, der auch dich überzeugen wird. Mich hat er überzeugt, denn ich überziehe mein Konto seit Jahren immer mal wieder!

Der Grund ist ganz einfach:

Ein Minus auf dem Konto bremst deine Ausgaben.

Hast du ein Minus auf dem Konto geht bei dir im Kopf eine Warnleuchte an. Rote Zahlen auf dem Kontoauszug signalisieren Gefahr.

Gefahr, dass du dein Essen nicht mehr zahlen kannst und deine Wohnung verlierst. Ein Minus auf dem Konto bedeutet, dass du mehr Geld in diesem Monat ausgegeben hast, als du eingenommen hast. Und damit füllst du dich unwohl.

Irgendwas ist schief gelaufen und du weißt nicht was. Vielleicht war es das leuchtendes Einhorn Stirnband* oder das Notfall Schnurrbart Set zum Aufkleben*, auf das du hättest verzichten sollen? Oder hattest du dir wieder ein bisschen zu viel Moccacino auf den Weg zur Arbeit gegönnt?

Was es auch immer war, es spielt jetzt keine Rolle mehr. 🙂

Das Konto ist überzogen und das Minus auf dem Kontoauszug spricht für sich. Das pure Kontochaos droht!

Was jetzt passiert ist folgendes…

Dein Unterbewusstsein bremst deine Ausgaben


Du wünscht dir, wieder im grünen Bereich auf deinem Konto zu sein. Du willst dich wieder wohlfüllen und nicht Angst haben müssen, dass du dir morgen nichts mehr zu essen kaufen kannst.

Zwischen Realität und deinem Wunsch besteht eine Lücke.

Dein Unterbewusstsein nimmt diese Lücke war und versucht sie aus dem Weg zu räumen.

Das Unterbewusstsein wird deine Einkäufe und Ausgaben für den Rest des Monats so einbremsen, dass du automatisch weniger Geld ausgibst.

Dafür musst du rein gar nichts tun. Alles läuft automatisch in deinem Kopf ab, ohne dass du es merkst.

Kein Haushaltsplan und keine guten Vorsätze mehr. Dein eigener Kopf kümmert sich darum, dass du weniger Geld ausgibst und wieder aus dem Dispo kommst.

Jedes Mal, wenn du vor einer Entscheidung beim Einkaufen, Urlaub buchen oder Onlineshopping stehst, wird dein Unterbewusstsein unbemerkt die Kontrolle übernehmen und verhindern, dass du noch tiefer in die Schuldenfalle tappst.

Du zweifelst noch immer, ob Konto überziehen wirklich eine gute Methode ist um weniger Geld auszugeben


Stell dir folgende Situation vor…

Du hast diesen Monat 1.000 Euro auf dem Konto zum Ausgeben. Dein Kopf weiß, dass die Grenze auf deinem Konto bei 1.000 Euro liegt. Wieviel Geld wirst du diesen Monat ausgeben? 800 Euro? 900 Euro

Falsch. Du wirst genau so viel Geld ausgeben, wie dir zur Verfügung steht, nämlich die 1.000 Euro.

Jetzt stell dir vor, du hast nur noch 900 Euro jeden Monat zum Ausgeben. Dein Kopf erkennt auch diese Grenze und sobald du mehr als 900 Euro ausgegeben hast, wird dein Unterbewusstsein einschreiten und deine Ausgaben stoppen.

Du kaufst keine unnötigen Sachen mehr, weil dich dein schlechtes Gewissen sonst auffrisst. Du lässt es für dich selbst nicht mehr zu, dass du dein Konto noch weiter überziehst.

Zinsen beim Konto überziehen zahlst du alle drei Monate


Aber wenn du jetzt ab und zu das Konto überziehst, wann zahlst du denn dann eigentlich die Zinsen dafür?

Die Zinsen für deinen Dispo werden einmal am Ende eines Quartals berechnet.

Das heißt, die Bank schaut alle drei Monate auf dein Konto und zählt das Minus zusammen. Danach berechnet sie die Zinsen, die du dafür zahlen musst und belastet sie direkt deinem Girokonto (Meine Empfehlung für ein gutes Girokonto findest du hier).

Jeder Tag, an dem du im Minus warst, wird von deiner Bank erkannt. Selbst wenn du nur einen Tag dein Konto überzogen hast, zahlst du dafür Dispozinsen. Da sind die Banken wirklich sehr genau. 🙂

Du kannst dein Konto überziehen so oft du willst


Hast du einen Dispokredit, kannst du dein Konto überziehen so oft du willst.

Wichtig ist für deine Bank nur, dass sie weiß, wie weit du dein Konto überziehen wirst. Sie braucht es gar nicht genau wissen. Sie möchte nur grob abschätzen können, wie viel du maximal ins Minus gehen wirst.

Das sagst du ihr, indem du deinen Dispokredit auf eine maximale Höhe festlegst. Hast du z.B. einen Dispokredit über 1.000 Euro weiß deine Bank, dass du vorhast dein Konto bis maximal 1.000 Euro zu überziehen.

Auch wie lange du dein Konto überziehst ist egal


Deine Bank gibt dir keine Grenze vor, wie lange du dein Konto überziehen darfst. Du kannst es einmal überziehen oder jeden Tag. Das spielt keine Rolle.

Das ist wie die Flatrate im Fitnessstudio. Einmal eingerichtet, kannste jeden Tag hinrennen… (machste aber trotzdem nicht) 🙂

Das Einzige, was zählt ist, dass du in deiner Dispogrenze (also die maximale Höhe des Dispos) bleibst.

Wie weit du dein Konto überziehen darfst, legst du mit dem Dispolimit fest


Dein Konto kannst du bis zu deinem Dispolimit überziehen. Mehr Geld solltest du auf gar keinen Fall ausgeben. Das hat zwei Gründe:

  1. Du zahlst für jeden Euro, den du über deinen Dispo hinaus ausgibst noch mehr Zinsen. Meist noch einmal fünf Prozent mehr.
  2. Dein Bankberater wird unentspannt, wenn du über deinen Dispo hinaus Geld ausgibst. Er hätte nämlich nicht gedacht, dass du noch mehr Geld verpulverst als du ihm beim Abschluss des Dispos versprochen hast. Und wie gehen kleine Spießer mit bösen Überraschungen um? …Gar nicht gut. 🙂
Überzieh dein Konto also nur so weit wie dein Dispo geht. Niemals mehr.

Gibst du trotzdem mehr Geld aus als dein Dispolimit zulässt, wird die Bank dich anschreiben und von dir verlangen, dass du deinen negativen Kontostand ausgleichst. Was nichts anderes heißt, als dass die Bank sofort ihre Kohle wiederhaben will.

Reagierst du nicht darauf, wird dir deine Bank im nächsten Schritt das Konto kündigen und versuchen das geliehene Geld mit einem Inkassobüro einzutreiben. Sympathisch oder? 🙂

Konto überziehen bei Sparkasse und Volksbank ist wie bei allen anderen Banken


Bei Sparkasse und Volksbank gibt es keine Besonderheiten beim Konto überziehen. Auch hier solltest du dein Konto immer nur bis zum Dispolimit überziehen und bloß nicht mehr Geld ausgeben.

Nur in einem Punkt unterscheiden sich Sparkassen und Volksbanken von den anderen Geldhaien… äh sorry Banken:

Sparkasse und Volksbanken haben viel höhere Dispozinsen als Direktbanken.

Du erinnerst dich, was Direktbanken sind? Das sind die, die auf Filialen verzichten und an die Zukunft des Internets glauben. 🙂

Hier eine kleine Auswahl von Direktbanken, bei denen du dein Konto besonders günstig überziehen kannst:

  • ING-DiBa* – Dispozins 5,99%
  • DKB* – Dispozins 6,9%
  • N26* – Dispozins 8,9% (Meine Empfehlung! Hier kannst du dir den Dispo in zwei Minuten selbst einrichten und jederzeit über deine App senken und erhöhen)

Zum Vergleich: Sparkassen und Volksbanken nehmen teilweise noch über 15% Dispozinsen fürs Konto überziehen. Diese hohen Zinsen sind zwar noch kein Verbrechen aber viel fehlt da nicht mehr. 🙂

Was ist günstiger Konto überziehen oder Kredit aufnehmen?


Bei dem ganzen Gequatsche über hohe Dispozinsen ist dir vielleicht der Gedanke gekommen, doch gleich einen Kredit mit günstigeren Zinsen aufzunehmen. Zu verschenken hast du schließlich nichts.

Das gesparte Geld könntest du gut gebrauchen und z.B. in was cooles, wie Bitoins oder ETFs investieren…

Ist das nicht die bessere und günstigere Variante? Kredit statt Dispo?

Nein.

Vielleicht sparst du mit einem Kredit ein oder zwei Prozent Zinsen. Aber ein Dispokredit ist kurzfristig und flexibel. Ein Kredit ist dagegen langfristig und unflexibel.

Das Gute beim „spontanen“ Konto überziehen mit dem Dispo ist doch, dass du jederzeit wieder ins Plus kommen kannst. Bei einem Kredit funktioniert das nicht. Hier zahlst du feste Raten über einen langen Zeitraum ab.

Bei einem Kredit gehst du eine langfristige Bindung ein. Und du weißt wie das heutzutage mit langfristigen Bindungen ist. Da traut sich im echten Leben doch auch keiner mehr ran. 🙂

Nur beim Dispo kann dir dein Unterbewusstsein helfen, indem es deine Ausgaben sofort kürzt und du dein Konto jederzeit wieder ins Plus drehen kannst.

Wir merken uns:

Ein Dispo ist besser als ein richtiger Kredit.

Was sagst du dazu?


Ich weiß, dass mein Vorschlag dein Konto zu überziehen verrückt klingt. Aber probier es doch einfach mal aus. Vielleicht streicht auch dein Unterbewusstsein die Ausgabenliste. 🙂 Oder überziehst du dein Konto bereits regelmäßig? Ich bin gespannt auf deine Meinung bei FacebookInstagram oder direkt in den Kommentaren.

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16 Kommentare
  • Markus R
    21 Oktober, 2017

    Hi,

    viel interessanter als die Idee mit dem Dispo zum sparen ist für mich das Konzept „pay yourself first“ aus „der reichste Mann von Babylon“.

    Aber eine nette Auflistung. Hast du noch Infos zur Schufa? Gibt es eine bessere Bewertung wenn ich viele Dispokredite zurückzahle?

    • Sascha
      24 Oktober, 2017

      Hi Markus, ja danke erstmal. Mir ist hier bei dem Artikel schon klar, dass er Aufruhr verursacht. Ist halt nicht das, was 95% der Finanzblogger schreiben. Ich hab wirklich keine Lust, den selben Kram zum zehnten Mal zu schreiben nur weil alle von der Wiege auf gelernt haben ihren Dispo nicht anzufassen. 🙂

      Aber zur Frage: Zahlst du regelmäßig deinen Dispo zurück gibts keine bessere Schufa. Die Einrichtung des Dispos wird einmal von der Bank gemeldet. Aber die Nutzung wird nicht zur Schufa gehen. ABER: Für das interne Risikoscoring der Bank zählt das schon. Zahlst du also immer fleißig deinen Dispo zurück, schätzt die Bank dich als guten Kunden. Beantragst du in Zukunft bei deiner Bank mal einen Ratenkredit, dürfte das deutlich einfacher und schneller gehen! 😉

    • Sascha
      24 Oktober, 2017

      Ach ja und im Übrigen… Der reichste Mann von Babylon… super Buch! Empfehle ich auch!! 🙂

  • Ex-Studentin
    21 Oktober, 2017

    Ich habe mein Konto noch nie überzogen. Habe nicht mal einen Dispo. Die Angst ins Minus zu rutschen ist so groß, dass ich immer minimum 1000 Euro auf dem Girokonto habe. Ich will die 0 nicht unterschreiten und schon gar nicht mich dran gewöhnen. Stattdessen mache ich es wie Markus: Ich habe eine feste Sparrate, die direkt abgeht. Ich lasse mir genug Luft für Spaßausgaben. Meistens bleibt jeden Monat was übrig, was ich dann auch noch wegüberweise (Depot oder Tagesgeldkonto). Einmal habe ich die 1000€ unterschritten, was mich erschrocken hat. Da habe ich dann tatsächlich eine kurze Kaufpause eingelegt.

  • Christian Wimmer
    22 Oktober, 2017

    Mein gedanklicher Nullpunkt auf dem Girokonto liegt bei 1000 Euro. Wenn ich unter 1000 Euro habe bin ich im Minus. Funktioniert genau so mit dem Zwangsspareffekt, nur zahle ich keine Zinsen.

    • Sascha
      25 Oktober, 2017

      Auch ein guter Plan! Aber der kann auf keinen Fall so effektiv wie ein „richtige“ Nullpunkt beim Konto überziehen. 😉

  • Ruben
    22 Oktober, 2017

    Tatsächlich in den Dispo zu rutschen halte ich nicht für zielführend. Außerdem ist es nicht praktisch und kann auch mal nach hinten losgehen, wenn man dann wirklich mal überraschend zwingend (mehr) Geld benötigt.
    Ausgefallen ist der Gedanke aber allemal:-)

    • Sascha
      25 Oktober, 2017

      Guter Punkt! Wenn man überraschend mehr Geld benötigt, sollte man aber anderweitig vorgesorgt haben. Die drei Nettomonatsgehälter auf einem extra Tagesgeld sollte man immer haben… oder die verbuddelte Goldtruhe im Vorgarten! 🙂

  • Daniel
    22 Oktober, 2017

    Den Grundtenor des Artikels finde ich persönlich falsch. Es darf nicht gut sein, wenn man ein Minus auf seinem Konto hat.
    Natürlich kann man aus seinen Fehlern lernen, doch im Grunde sollte man immer versuchen, das genug Geld da ist.
    Sorry, aber das sehe echt genau anders als du.

    • Sascha
      24 Oktober, 2017

      Und warum sollte das falsch sein? Dieses Naturgesetz kenne ich noch gar nicht!? 🙂 Falsch ist es nur, wenn es nicht zu dir passt. Hilft dir das Konto zu überziehen beim Einhalten deines Budgets oder Ausgaben, ist es eine gute Sache. Wenn es hilft, jucken mich die paar cent Zinsen nicht, die ich auf die 100 Euro beim Konto überziehen zahle.

      Aber soll ich dir was sagen? Ich finde es gut, dass hier so viele unterschiedliche Meinungen existieren. 🙂 Jeder macht das so, wie er es mag. 🙂

  • FelixBerlin
    23 Oktober, 2017

    Bin da größtenteils Daniels Meinung und finde auch die Einstellung, das Konto ins Minus zu ziehen, nicht sonderlich gut.
    Lieber wie @ExStudentin oder auch @Christian Wimmer einen „gedanklichen“ Dispo einrichten und versuchen, diesen nicht zu unterschreiten.
    Ein „echter“ Dispo verursacht unnötig hohe Ausgaben und ist mMn. nicht zielführend.
    Aber ansonsten fand ich den Text nett zu lesen auch wenn meine Meinung etwas von Deiner abweicht.
    Wobei ich auch denke, dass man den ganzen Artikel mit einem Augenzwinkern sehen sollte 🙂

    • Sascha
      25 Oktober, 2017

      Hi Felix,
      Ein bisschen Augenzwinkern ist immer dabei! 🙂
      Ich möchte aber auch ein Punkt entgegenwerfen… Du sagtest unnötig hohe Kosten. Aber sind es wirklich hohe Kosten, wenn ich auf 50 Euro Minus 0,20 Euro Zinsen im Monat zahlen?? Ich sag das mal so flappsig: Wen interessieren denn 0,20 Euro?? Ich überziehe mein Konto ja nicht mit 20.000 Euro… du unterschreitest einen Nullpunkt und danach setzt das schlechte Gewissen ein. Dafür zahl ich auch gerne mal ein paar Cent Zinsen Lehrgeld! 😉
      Grüße
      Sascha

  • Ted & Toro
    25 Oktober, 2017

    Ein anderer Nebenaspekt wurde völlig ausgeklammert: In den Dispo zu rutschen bedeutet für etliche Omas (von vielen Schülern und Studenten), dass sie mal endlich wieder Besuch bekommen! 🙂

    Liebe Grüße vom Pelzigen und Behörten

    • Sascha
      26 Oktober, 2017

      hahah 🙂 das ist so ein gutes Argument, dass ich überlege es oben in den Text mit aufzunehmen! Zahlt man nicht gern 0,20 Euro Zinsen, um seine Oma endlich mal wieder zu sehen? Kuchen gibts ja dann auch noch… und Socken… und ein Haufen Fragen, warum du noch nicht verheiratet bist! 🙂

  • Markus
    28 Oktober, 2017

    Hallo, lustig zu lesen, aber gedanklich der falsche Ansatz, weil Du die Wirksamkeit eines solchen Verhaltens auf dich auch auf andere Menschen überträgst. Oder zumidnest darauf setzt, das bei anderen menschen ob solchen Verhaltens die gleiche Wirkung einsetzt. Tut Sie aber nicht, denn zahlreiche Statistiken belgen etwas anderes:
    1.) Mehr als 2/3 der Nutzer von Dispokrediten nutzen mehr als 2/3 des jahres zu mehr als 50 % des zur Verfügung stehenden Dispokredits dauerhaft aus.
    2.) Die durchschnittliche Höhe des genutzten Dispokredits betrug 2016 run 1.600 € >> da fallen dann schonmal etwas mehr Zinsen an als bei den von Dir genannten 50-100 €!
    3.) Thema Kreditspirale: Zum einen sind banken sied 2016 verpflichtet, Dispo-Dauernutzern die Möglichkeit der Umschuldung anzubieten. Die Crux an der Sache? Selbst bei erfolgter Umschuldung bleibt den Kunden der Dispo, wenn auch in einem kleineren Rahmen erhalten. Das Ergebnis: Kreditspirale = steigende Überschuldungsgefahr….einfach mal recherchieren

    Fazit: Unterhaltsamer Artikel mit einer sehr grenzwertigen Empfehlung! Wenn das von Dir Beschriebene für Dich so funktioniert – OK! Aber das als unterschwelligen Tipp zu formulieren? Besser nicht…

    Gruss Markus

    • Sascha
      29 Oktober, 2017

      Hi Markus, danke für dein Kommentar! Super viel Informationen und sehr gut recherchierter Hintergrund. 🙂 Was bleibt mir da zu sagen?? Für mich funktioniert das tatsächlich super… Und ich glaube, das kann auch für meine Leser funktionieren. Das Wichtigste ist – wie du es sagst – verantwortungsbewusst beim Konto überziehen vorzugehen. 🙂

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