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3 gute Vorsätze mit denen du das Beste aus deinen Finanzen herausholst

Alle Welt ist fest entschlossen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten. Nicht mehr rauchen. Keinen Alkohol mehr vor 12 Uhr. Jeden Tag mit einer Hose aus dem Haus gehen usw… Aber was ist mit deinem Geldbeutel? Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie du mal dieses Chaos in deinen Finanzen beseitigst? Du schiebst die guten Vorsätze von Jahr zu Jahr. Denkst dir jedes Mal: Dieses Jahr raffe ich mich endlich auf und bringe meine Finanzen in Ordnung. Aber dann lässt du es doch schleifen weil du keinen Bock hast dieses Finanz-Chaos auseinander zu fummeln. Aber dieses Jahr wird das anders laufen. Nur 3 gute Vorsätze reichen um dich ganz einfach aus der finanziellen Steinzeit in die Moderne zu befördern.

Gute Vorsätze: dein Haushaltsplaner.

Als erstes müssen wir dein Haushaltsbudget in Ordnung bringen. Und entgegen deiner Vorstellung dauert das keine 5 Min. Das Wichtigste dabei ist, eine Struktur in deine Finanzen zu bekommen. Struktur kennst du? Das gibt es auch außerhalb vom öffentlichen Dienst! Im ersten Schritt teilen wir also dein monatliches Gehalt einfach in drei Teile ein: 50/30/20 – Merk dir diese Zahlen! Im Gegensatz zum Matheunterricht in der Schule werden sie dir dieses Mal tatsächlich im Leben behilflich sein.

Die Hälfte deines Einkommens nutzt du ab sofort ausschließlich für deine Grundausgaben. Und damit sind nicht Zigaretten und Sportwagen gemeint.  Ich meine Ausgaben wie Strom, Miete, Essen, Nebenkosten, Reparaturen, Transport (z.B. Monatsfahrkarten) und Versicherungen. Brauchst du dein Auto für den Weg zur Arbeit, nutzt du die 50% auch für Steuern, Benzin, Sprit und Wartung. 30% deines Einkommens kannst du als dein Freizeitbudget ganz allein für dich nutzen! Mach was du willst damit!! Aber denk daran: Gute Vorsätze nicht vergessen! Willst du nicht ohne Hose aus dem Haus gehen müssen, solltest du von diesem Budget noch Klamotten kaufen. Auch Ausgaben wie Urlaub, Handy und Fitnessstudio werden hiervon bezahlt. Sofern man in der dritten Klasse nicht wegen Mathe sitzen geblieben ist, bleiben nach grober Schätzung nun noch 20% deines monatlichen Einkommens übrig. Was machen wir mit denen nach unseren guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Ganz einfach: Die werden gespart und machen dich Monat für Monat reicher. Wie und wo du die 20% sparen sollst? Gleich dazu mehr! Zunächst jedoch eine kurze Zusammenfassung, wie du deinen Haushaltsplaner umsetzt.

Wie du loslegst: der Haushaltsplaner.

  • 50% deines Einkommens decken deine monatlichen Grundausgaben.
  • 30% nutzt du als persönliches Freizeitbudget.
  • 20% werden jeden Monat gespart.
  • Nutze dein bisheriges Girokonto für deine Grundausgaben und eröffne für dein Freizeitbudget ein weiteres Girokonto.
  • Richte Daueraufträge ein, damit dein Gehalt gleich bei Geldeingang direkt aufgeteilt wird.

Ein ETF-Sparplan macht dich reich!

So, was machen wir jetzt mit den übrigen 20% deines monatlichen Einkommens, die du sparen sollst? Denk daran: gute Vorsätze – und keine alten Denkweisen! Das Tagesgeldkonto fällt also genauso weg wie das Kopfkissen zum Vollstopfen. Auch wenn sich die ersten beiden Sparmethoden sicherlich schon bei deiner Oma bewährt haben, gibt es noch einen dritten, modernen Weg zum Sparen. Und das Beste: Er lässt sich perfekt mit deinem neuen Haushaltsplaner kombinieren: Der ETF-Sparplan!

Ein ETF ist ja von Haus aus sehr faul. Er ahmt einfach die Wertentwicklung eines Börsenindex, wie z.B. den DAX, nach und ist dabei immer sehr günstig. Für die meisten Börsenindizes gibt es einen ETF, der ihn abbildet. So kannst du z.B. auch die ganze Welt in einem einzigen ETF zusammenkaufen. Du bildest so die Wertentwicklung der größten Unternehmen der ganzen Welt in nur einem einzigen ETF ab. Super oder? Und weil die Dinger so cool und einfach sind, sind sie mittlerweile auch super beliebt. Gute Vorsätze? Passt perfekt!

Der absolute Renner unter den ETFs ist der MSCI World. Mit ihm hast du mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern in der Tasche. Wahnsinn! Klar, schwankt der Wert dieser Unternehmen von Tag zu Tag und so auch der Wert deines ETFs. Wie beim Dax steigt mal der Kurs und mal fällt er. Dagegen gibt es jedoch ein Heilmittel: Die Zeit. Mit einem ETF-Sparplan über mehrere Jahre sind die Schwankungen des DAX weniger wichtig. Du musst einfach nur durchhalten und jeden Monat 20% deines Einkommens automatisch in einem ETF-Sparplan anlegen. Mit der Zeit wächst dein Vermögen und die Chance auf eine positive Rendite. Um dich zu beruhigen: Ein ETF auf den MSCI World erzielte in der Vergangenheit eine durchschnittlich jährliche Rendite von 6,7%!

Wie du loslegst: der ETF-Sparplan als guter Vorsatz.

  • Für einen ETF-Sparplan brauchst du ein Wertpapierdepot.
  • Hast du kein Wertpapierdepot, eröffne eines bei der Bank deines Vertrauens (Ich habe gehört, soetwas soll es geben).
  • Ich empfehle für ein Wertpapierdepot Direktbanken wie comdirect und ING DIBA, da hier diverse ETF-Sparpläne kostenlos sind.
  • Ein ETF auf den MSCI World von comstage ist kostengünstig und im Markt sehr beliebt (WKN: ETF110).

Gute Vorsätze gegen versteckte Kontoführungsgebühren.

Neben floralen Prints und Taillengürteln sind diesen Sommer auch wieder versteckte Kontoführungsgebühren schwer angesagt. Anders als die Modebranche steckt die Bankenbranche jedoch aktuell in schweren Nöten. Gute Vorsätze fürs neue Jahr gibt es nicht – nur den festen Willen die wegbrechenden Gewinne aus dem Niedrigzinsumfeld irgendwie zu kompensieren. Neue, innovative Produkte zu entwickeln, für die die Kunden vlt. sogar bezahlen würden, wäre zu einfach! Wie wir es von den Banken gewohnt sind, nimmt man den unpopulären Weg und versucht den Kunden versteckte Gebühren aufzudrücken.

Beliebt bei den Banken ist dabei vor allem das Quasi Cash Entgelt. Hier werden für Umsätze im Spielkasino, Wettbüro oder bei der Lotteriegesellschaft fleißig bis zu 7,50 EUR Gebühren erhoben. Warum? Weil die Banken diese Umsätze quasi wie Bargeld behandeln. Unlogisch? Ganz meine Meinung! Aber es geht noch besser: Eine weitere Gebührenfalle lauert in den Wechselkursen für Kreditkartenumsätze. Einige Banken sind da mittlerweile besonders erfinderisch und nutzen kurzerhand für die Abrechnung deiner Kreditkartenumsätze in einer Fremdwährung (z.B. USD) ihre eigenen Wechselkurse. Auf die für dich günstigeren Visa/Mastercard-Referenzkurse verzichten sie dabei freundlicherweise. Netter Service! Auch bei den direkten Kundenentgelten am Geldautomaten im Ausland sind sich die Banken am Nächsten. Gierige Geldautomatenbetreiber in den USA und Asien verlangen häufig für die Auszahlung am Geldautomaten ein sogenanntes direktes Kundenentgelt, welches die Banken seit kurzem auch nicht mehr an ihre Kunden erstatten.

Wie du loslegst: versteckte Kontoführungsgebühren.

  • Schaue dir mal das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank genauer an. Du findest es häufig in den Hilfebereichen der Bank-Website oder durch direktes eingeben in das Suchfeld.
  • Achte darauf, ob du folgende Gebühren im Verzeichnis finden kannst:
    • Quasi Cash Entgelte für Spielkasinos, Wettbüros und Lotteriegesellschaften.
    • Welche Wechselkurse für Kreditkartenumsätze werden erhoben? Die teuren der Bank oder die offiziellen und günstigen von Visa/MasterCard?
    • Werden direkte Kundenentgelte von Geldautomatenbetreibern im Ausland erstattet?
Lass dir nichts erzählen!
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9 Kommentare
  • denkfabrik
    4 Januar, 2017

    Gute Vorsätze! Über das 50/20/30 Budget hab‘ ich auch schon geschrieben, ist wirklich sinnvoll. Die Entgelt-Gebühren kannte ich noch nicht, danke für die Aufklärung.

    LG
    Johannes

  • Pascal
    5 Januar, 2017

    Ne Hose? JEDEN Tag? Das wird ne Herausforderung. Naja aber solange es nicht jeden Tag eine andere sein muss, gehst noch!
    Beste Grüße
    Pascal

  • Die Banken sind wirklich kreativ, wenn es darum geht dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Direktbanken sind da schon deutlich besser von der Kostenstruktur schon deutlich besser, aber auch hier muss man sich vor versteckten Gebühren in acht nehmen.
    Besonders jetzt, wo das aktuelle Niedrigzinsumfeld den Banken ihr schönes Geschäftsmodell kaputt macht, muss man aufpassen.

    Schöne Grüße
    Dominik

  • Andy
    12 Januar, 2017

    Ich würde den DB X Trackers MSCI World ACWI A1W8SB empfehlen. Da sind die IM dabei.

    • Bankenmärchen
      12 Januar, 2017

      Eine interessante Alternative! Vielen Dank! 😉

  • Fredo47
    12 Januar, 2017

    Welche ETF-Sparpläne sind denn bei der ING-DiBa kostenlos?

    • Bankenmärchen
      12 Januar, 2017

      Ab 500 Euro kannst du über 5.000 ETF´s kostenlos kaufen. Da kannst du dir quasi deinen eigenen kostenlosen ETF-Sparplan zusammenschustern! 😉

  • Ferhat
    14 Januar, 2017

    Ich gehöre zu der immer kleiner werdenden Gemeinde der aktiven Investoren. 🙂 Ich will hier gar keine Diskussion vom Zaun brechen, aber ich finde dass aktives Investment sich auch hervorragend für das langfristige Anlegen lohnt. Natürlich braucht man dafür wesentlich mehr Zeit, mehr Wissen und vor allem Spaß. Ohne Spaß wird man nicht genug Zeit investieren.

    Meine Vorsätze beinhalten also keine ETFs, sondern richten sich einzig und allein auf das Einhalten von Grundsätzen beim aktiven Investment.

    • Bankenmärchen
      14 Januar, 2017

      Auch das ist ein guter Vorsatz, Ferhat! Ich drücke dir die Daumen, dass du immer ein glückliches Händchen beim investieren hast! 😉

    Was denkst du?

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