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Die Börse erklärt für Anfänger: Wie Aktien und Börse funktionieren ohne kompliziertes Blabla

Kennst du das auch? Du hast diesen einen Begriff schon 2.000 Mal gehört, alle Welt redet darüber aber du weißt eigentlich gar nicht so richtig, um was es da geht? Mir ging es lange Zeit so mit der Börse. Und du magst es glauben oder nicht… ich habe ewig gebraucht, bis ich die Börse mal verstanden habe (ähnlich wie bei meiner Mastercard). Das lag ganz einfach dadran, dass die Börse keiner einfach erklären konnte. Selbst so tolle Seminare wie „Börse erklärt: Jetzt steigen auch die Dummys durch“ haben nichts geholfen. 🙂 Dabei ist es gar nicht so schwer die Börse zu verstehen. Es ist eigentlich sogar sehr einfach. Wenn man nur den richtigen trifft, der sie einem erklärt. Und herzlichen Glückwunsch: Du hast gerade den Richtigen getroffen. 🙂

Die Börse erklärt sich (fast) von ganz allein


Bevor ich dir aber erkläre, wie genau die Börse funktioniert, müssen wir noch mit einem großen Vorurteil aufräumen:

Die Börse und Aktien sind etwas für Reiche.

Denkst du auch so über die Börse? Wenn ja, möchte ich dich etwas fragen…

Würdest du nicht auch gern so wie die Reichen sein und mit Börsengeschäften Geld verdienen? Kann es sein, dass du die Börse nur deshalb nicht magst, weil du nicht genau weißt wie sie funktioniert?

Du würdest die Börse ja gern mal richtig verstehen. Bloß erklärt sie dir bis auf TedandToro mit seinen witzigen Karikaturen niemand so, dass du es auch verstehst.

Immer gibt es nur komplizierte, langweilige Erklärungen. Aber du hast keine Lust auf lange Bücher wie Rich Dad Poor Dad* oder Die 4-Stunden-Woche*.

Du brauchst eine ganz einfache, kurze Erklärung. Börse erklärt für Dummies quasi. 🙂 Und genau die werde ich dir in diesem Bankenmärchen liefern.

So viel schon einmal vorab:

Die Börse lässt sich ganz leicht erklären und ist nicht für Reiche!

Börse erklärt mit einem Marktplatz


Nehmen wir an, du gehst auf einen Markt um Äpfel zu kaufen. (Ok… wir wissen beide, dass du das nicht machen wirst aber nehmen wir es trotzdem einfach an)

Stell dir einen Markt mit vielen Ständen und Händlern vor. Es gibt überall unterschiedlichste Produkte. Obst, Gemüse, Käse… All die Sachen, die du sonst in zwei Meter Plastikfolie eingewickelt im Supermarkt kaufst. 🙂

Das ganze leckere Zeug lässt du aber links liegen, denn du willst nur eines: Äpfel! Große, süße, saftige Monster-Äpfel!

Wenn du das erste Mal auf dem Markt bist, wirst du keinen Lieblingsstand haben. Du schaust dich also nach Ständen um, die Äpfel verkaufen.

Dieses Jahr war die Apfelernte super und es gibt viele Äpfelstände. Eine klasse Auswahl!

Und du hast noch mehr Glück, denn der Markt ist zu dieser Uhrzeit noch ziemlich leer. Du kannst also ganz in Ruhe nach deinen Äpfeln gucken.

Weil die Händler heute noch nicht so viele Kunden hatten, fragt dich jeder ob du nicht seine Äpfel kaufen möchtest.

Du merkst, dass du Äpfel an jeder Ecke bekommst und verlangst von den Händlern einen Preisnachlass. Die Händler merken, dass du die Wahl zwischen vielen Obstständen hast und bieten dir ihre Äpfel billiger an.

Jeder möchte dir seine Äpfel verkaufen, da keiner Lust hat sein Obst wieder mit nach Hause zu nehmen. Acht Mal Apfelmus in dieser Woche zum Abendessen ist für einen Obsthändler schließlich genug! 🙂

Halten wir fest:

Du kriegst deine Äpfel billiger, wenn viele Händler Äpfel verkaufen du aber der Einzige auf dem Markt bist, der welche kaufen möchte

Eine Woche später hast du genug von Äpfeln


Du bist wieder auf dem Markt und hungrig nach Obst. Aber dieses Mal hast du keine Äpfel im Visier.

Du willst eine Papaya!

Dein Idol auf Instagram hat ein tolles Bild mit einer trendigen Papaya von seinem Trip aus Costa Rica gepostet.

Die musst du jetzt auch haben! 🙂

Das Problem ist: Dein Idol hat tausende Follower und alle möchte jetzt so eine super tolle Papaya haben.

Dumm nur, dass es nur einen einzigen Papaya-Händler auf dem Markt gibt. Alle wahnsinnigen Follower reißen sich also um die letzten Papaya auf dem Markt.

Der Händler ist happy.

Er kann von den blöden Instagram-Fans jeden Preis verlangen. Seine Papaya kriegt er in jedem Fall los.

Halten wir auch hier fest:

Die Papaya ist teuer, weil wenige Händler Papaya verkaufen aber viele Fans eine haben wollen.

Aber was hat ein Apfel mit einer Papaya gemeinsam?


Zusammen ergeben sie bestimmt einen leckeren Obstsalat aber hier geht es um „Börse erklärt“ und nicht um Rezepte. 🙂

Hast du gemerkt, warum du die Äpfel billig bekommen hast und du für die Papaya einen viel zu hohen Preis zahlen musstest?

Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Es gibt viele Apfel-Händler und wenige Apfel-Käufer
  • Es gibt wenige Papaya-Händler und viele Papaya-Käufer

Der Preis ist niedrig, wenn es viel Angebot und wenig Nachfrage gibt. Der Preis ist hoch, wenn es wenig Angebot und viel Nachfrage gibt.

Du kannst dir einfach merken, dass der Preis immer vom Angebot und der Nachfrage beeinflusst wird.

Börse erklärt mit Krawatte statt Obst


Stell dir vor, die Händler auf dem Marktplatz tragen Krawatten und verkaufen ihre Waren nicht an kleinen Ständen sondern in großen Sälen.

Stell dir noch weiter vor, dass die schicken Händler kein gesundes Obst, sondern ungesunde Finanzprodukte verkaufen.

Herzlich willkommen! Du befindest dich jetzt an der Börse. 🙂

Alles was du bei Äpfeln und Papaya auf dem Marktplatz gelernt hast, gilt auch hier an der Börse.

Ob ein Händler Äpfel, Papaya, Mango oder Finanzprodukte verkauft, spielt keine Rolle. Der Preis wird immer vom Angebot und der Nachfrage beeinflusst.

Nimm als Beispiel eine Aktie, die du ganz normal an der Börsen kaufen kannst


Der Preis (oder auch „Aktienkurs“ genannt) der Aktie hängt immer davon ab, wieviel Leute sie gerade kaufen und wieviele sie verkaufen wollen.

Gibt es sehr viele Käufer aber nur wenige Verkäufer an einer Börse, wird der Preis steigen. Denk einfach an den Papaya-Händler, der jeden Preis für seine Früchte verlangen konnte.

Sind es viele Verkäufer, die ihre Aktien an einer Börse loswerden wollen, wird der Preis fallen. Erinner dich zurück an die Apfel-Händler, die dir fast ihre Äpfel hinterher geschmießen hätten.

Und so wie mit einer Aktie, funktioniert es mit allen anderen Finanzprodukten an der Börse auch. Der Preis hängt immer vom Angebot und Nachfrage ab.

So einfach ist das. Mehr ist es nicht. Börse erklärt mit Apfel und Papaya. 🙂

Welche Bank ist gut für einen Einstieg an der Börse?


Du weißt jetzt, wie die Preise von Aktien an den Börsen zustanden kommen. Und am liebsten möchtest du jetzt gleich mit den ersten Aktien loslegen, nachdem die Börse erklärt ist.

Ich habe jedoch eine Bitte an dich: Bevor du an der Börse loslegst, ließ dir bitte meinen Artikel zum Geld investieren in Ruhe durch.

Wenn du schon soweit bist und direkt an der Börse durchstarten willst, empfehle ich dir das Depot der comdirect*. Dort bin ich seit Jahren glücklicher Kunde und habe da auch mein Depot. Mit diesem Depot kann ich bequem und ohne große Umstände Aktien und ETFs kaufen.

Das Beste an der comdirect* ist aber der super Kundenservice. Egal was du für ein Anliegen hast, du erreichst 24 Stunden durchgehend einen kompetenten Mitarbeiter. Meine ganz klarer Empfehlung für dich!

Was denkst du?


Magst du auch Äpfel und Papaya? Würdest du dir auch einen Obstsalat mit beiden Früchten auf einmal machen oder hast du Angst, dass sie sich in der Salatschüssel nicht vertragen? 🙂 In jedem Fall hoffe ich, dass ich dir die Börse erklärt habe. Falls nicht, stell mir deine Fragen doch einfach noch gern in den Kommentaren, bei Facebook oder Instagram.

Lass dir nichts erzählen!
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3 Kommentare
  • Vermögensanleger
    17 Juni, 2017

    Hallo Sascha,

    ich würde mich freuen, wenn du den Beitrag meiner Mutter widmen möchtest. Denn das Apfelbeispiel habe ich gefühlte tausendmal bemüht um ihr die Angst vor dem Marktplatz Börse zu nehmen, indem ich ihn so einfach wie möglich erkläre.

    Ich werde ihr deinen Beitrag zeigen. Vielleicht hast du ja mehr Erfolg..

    Hoffnungsvolle Grüße
    Marco

    • Sascha
      18 Juni, 2017

      Jetzt probieren wir es nochmal mit der Papaya, wenns mit den Äpfeln nicht klappt! 🙂 Möge deine Mutter immer viel Obst essen… 🙂

  • rickrack
    18 Juni, 2017

    Hallo Sascha,
    etwas spitzfindig, aber deine Zeile „Gibt es sehr viele Käufer aber nur wenige Verkäufer…“ muss richtigerweise „Gibt es sehr viele Nachfrager aber nur wenige Anbieter…“ heißen. Die Anzahl der Käufer ist immer gleich der Verkäufer.
    Ansonsten ein schöner und bildhafter Artikel.
    Viele Grüße
    rickrack

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